Merkmale der Intensivkurse

Intensivkurse basieren zunächst auf den geltenden Lehrplänen der Sekundarstufe II. Allerdings verfügen sie aufgrund des beschleunigten Lernens in einer Gruppe von Hochbegabten sowohl über eine qualitative Erweiterung durch fachvertiefendes, fachübergreifendes, projekt- und anwendungsbezogenes Arbeiten, als auch über eine quantitative Ausdehnung durch die Behandlung berufs- und studienrelevanter Inhalte. Die Lernziele der Intensivkurse sind deutlich über den Anforderungen eines Leistungs- bzw. Grundkurses anzusiedeln (höherer Stellenwert des Anforderungsbereichs III, tiefere Stoffdurchdringung, komplexere Arbeitsgrundlage wie z.B. verstärkter Einsatz von Sekundärliteratur oder fremdsprachiger Lehrbücher, entsprechender Medieneinsatz, höhere Eigenständigkeit bezüglich der Gestaltung von Lernprozessen).

Zusammenfassend werden die Anforderungsprofile der Intensivkurse durch Akzeleration (höheres Lerntempo) und Enrichment (Anreicherung) bestimmt. Oder anders formuliert: erst die Akzeleration schafft den Freiraum für Enrichment auf der fachlichen Ebene des Kurses.

Gleichzeitig wird jedoch sichergestellt, dass die Leistungsüberprüfungen (nicht jedoch der Unterricht selbst) denselben Anforderungen und Maßstäben wie in einem regulären Leistungs- bzw. Grundkurs unterliegen. Dies gilt auch für das Abitur.

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Eine Kursvorwahl wird in der letzten Klasse der hbf/is in der Sekundarstufe I noch vor der Kurswahl des Gymnasiums Mainz-Gonsenheim sattfinden. Auf dieser Grundlage werden möglichst so viele Intensivkurse angeboten, dass jede Schülerin und jeder Schüler mindestens einen Leistungskurs (LK) und einen Grundkurs (GK) als Intensivkurs belegen kann. Die generelle Verpflichtung zur Belegung von Leistungs- und Grundkursen gemäß der Abiturprüfungsordnung muss dabei erfüllt werden.

Kann dies nicht gewährleistet werden, weil die gewählten Leistungs- und Grundkurse nicht als Intensivkurse zustande kommen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wählt die Schülerin / der Schüler einen der Kurse um oder sie / er wechselt auf das Gymnasium Mainz-Gonsenheim bzw. auf ein anderes Regelgymnasium.

Lässt das Angebot andererseits zu, zwei Leistungskurse und/oder zwei Grundkurse als Intensivkurse zu besuchen, ist auch diese Belegung verpflichtend. Sollte die Wahl sogar drei Leistungs- bzw. Grundkurse als Intensivkurse gestatten, kann der dritte Leistungs- bzw. Grundkurs auch dem Angebot des Otto-Schott-Gymnasiums Mainz-Gonsenheim entstammen (freiwillige Entscheidung).

Die anderen Leistungs- und Grundkurse, die nicht als Intensivkurse belegt werden, werden gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des Otto-Schott-Gymnasiums Mainz-Gonsenheim besucht.

Eine Umwahl des Intensivkurses ist nur zum regulären Umwahltermin möglich, und dann auch nur, wenn eine Tauschpartnerin / ein Tauschpartner zur Verfügung steht.

Rahmenbedingungen für die Einrichtung der Intensivkurse:

  • Mindestteilnehmerzahl:
    4 SchülerInnen => Kurs wird 4-stündig (LK) bzw. 2-stündig (GK) unterrichtet.
    6 SchülerInnen => Kurs wird 5-stündig (LK) bzw. 3-stündig (GK) unterrichtet.
  • Die Mindestteilnehmerzahl ist wie folgt zu lesen:
    Ein Kurs mit weniger als vier SchülerInnen soll möglichst nicht eingerichtet werden. Umgekehrt jedoch wird man nicht jeden Kurs mit vier oder mehr SchülerInnen anbieten können.
  • Maximale Teilnehmerzahl: 15 SchülerInnen
  • Die regulären Leistungskurse "Französisch bilingual / Abi bac" und "Informatik" des Otto-Schott-Gymnasiums Mainz-Gonsenheim werden im Sinne der oben formulierten Belegungsverpflichtung als Intensivkurse aufgefasst.