MINT Schwerpunkt
Allgemeine Infos zu MINT
(MINT = Mathematik - Informatik - Naturwissenschaften - Technik)
Kein Zweifel die meisten Schülerinnen und Schüler bringen ein großes Interesse für Phänomene der Natur, deren Teil sie selbst sind, mit. Die belebte Natur, das ist die Biologie, über die unbelebte Natur wird in Physik und Chemie gelehrt.
Nicht alle Erkenntnisse können spielerisch erworben werden, mancher Wissenserwerb, auch wenn er handlungsorientiert ist, ist harte Arbeit und erfordert systematisches Nachdenken und logisches Verknüpfen. In höheren Klassen ist dann ein gewisses Abstraktionsvermögen notwendig für das vertiefte Verständnis erforderlich. Trotzdem steht immer wieder das Experiment, auch eigenes Experimentieren, und die Beobachtung im Mittelpunkt des Unterrichts.
MINT - in der Orientierungsstufe
In der Orientierungsstufe werden im Fach Naturwissenschaften die Fächer Biologie, Chemie und Physik von einer Lehrkraft integriert unterrichtet. Drei bis vier Wochenstunden „NAT“ stehen auf dem Stundenplan. Die Inhalte gliedern sich in acht Themenfeldern z.B. Von den Sinnen zum Messen, vom ganz Kleinen zum ganz Großen und Pflanzen, Tiere, Lebensräume. Entdeckendes Lernen ist dabei selbstverständlich. Das Verstehen des Bau-Funktions-Prinzip (Wie funktioniert was?) ist ein wesentliches Element des Unterrichts. Der Unterricht wird ergänzt durch Exkursionen und Kooperation mit der Universität Mainz.
Zusätzlich gibt es in der Orientierungsstufe im Bereich des Enrichments (Zusatzangebot) zwei Wochenstunden Naturwissenschaften. Hier steht der Erwerb praktischer Fähigkeiten im Zentrum der einzelnen Module. Während des Erwerbs eines Laborführerscheins wird der Umgang mit Laborgeräten aber auch das gute Beobachten trainiert. Analoges gilt für das Modul Mikroskopierführerschein. Spannend ist es mit optischen Hilfsmitteln sich einen weiteren Teil unserer Welt zu erschließen.
Wir unterstützen und begleiten im Rahmen dieses Enrichments auch die Teilnahme an Wettbewerben wie „Leben mit Chemie“.
Systematisches Kennenlernen der üblichen Gebrauchssoftware wie Word, Excel und PowerPoint wird im Unterrichtsfach PC erlernt. In diesen Unterrichtsstunden wird auch ein Tastschreibkurs integriert. Damit ist das Erlernen der PC-Tastatur mit dem 10-Finger-System gemeint. Klar ist, dass das flüssige Beherrschen der Tastatur fleißiges häusliches Üben erfordert. Ein großer Teil der Schüler nutzt dieses Angebot und kann dann anschließend viel Zeit bei der Arbeit am Computer sparen durch schnelles und ergonomisches Schreiben.
MINT - in der Sekundarstufe I
In der Sekundarstufe I werden die Fächer Biologie, Chemie und Physik getrennt unterrichtet. Die Verteilung der Stunden auf die einzelnen Jahrgänge kann der Tabelle entnommen werden. Wer über den Pflichtunterricht hinaus sich mit MINT-Themen beschäftigen möchte, der hat verschiedene Möglichkeiten.
Am Freitag Nachmittag gibt es die AG Forschungswerkstatt für alle GyGo-SchülerInnen. Hier sind hbfis-SchülerInnen herzlich willkommen. Forschungsprojekte können natürlich auch zu Hause gemacht werden. Dies erfordert aber sehr große Disziplin und funktioniert nur in wenigen Fällen. Wir bieten aber auch leistungsstarken Schülern nach dem Drehtürmodell an, zu bestimmten Zeiten, während des regulären Unterrichts an Wettbewerbsprojekten zu arbeiten und die versäumten Unterrichtsinhalte selbständig nachzuarbeiten.
In der Jahrgangsstufe 9 und 10 kommt ein dreistündiges Wahlpflichtfach zum Fächerkanon hinzu. Es stehen zur Wahl Latein, Spanisch und MINT. Für naturwissenschaftlich-technisch Interessierte ist MINT eine gute Wahl. In der Jahrgangsstufe 9 ist der Schwerpunkt im Bereich Naturwissenschaft – Experimentieren. In der Jahrgangsstufe 10 gibt es MINT/Teil Informatik. Die Belegung dieses Kurses ist Voraussetzung dafür, in der Oberstufe Leistungsskurs Informatik zu wählen. Bei genügendem Interesse wird in Jahrgang 9 ein weiterer Kurs MINT/Naturwissenschaften angeboten.
| Klasse 7 | Klasse 9 | Klasse 10 | |||
| Biologie: | 1 Stunde | Biologie: | 2 Stunden | Biologie: | 2 Stunden |
| Physik: | 3 Stunden | Physik: | 2 Stunden | ||
| Chemie: | 3 Stunden | Chemie: | 2 Stunden | ||
| MINT: | 3 Stunden | MINT: | 3 Stunden | ||
MINT - in der Oberstufe
In der Oberstufe bieten wir neben den regulären Grund- und Leistungskursen in einigen Naturwissenschaften Intensivkurse an. Ebenso wird bei genügendem Interesse ein Leistungskurs Informatik eingerichtet.MINT - Exkursionen
Abgerundet wird unser naturwissenschaftlicher Schwerpunkt durch ein ergänzendes Exkursionsangebot, das teilweise auch in den Schulferien stattfindet.Ankündigungen:
| Datum | Exkursion | Ort |
| 04.10-13.10.2013 | Meeresbiologische Exkursion | Giglio (Italien) |
Berichte:
MINT 400 in Berlin 2011
Bei einer dreistündigen Stadtrundfahrt erfuhren die Teilnehmer vieles über Berlin, seine Gegenwart, seine Geschichte und seine Architektur. Spannend waren die MINT-Workshops: Jeder konnte sich aus rund 25 Ange-boten einen ganztägigen Workshop auswählen. In einem Workshop bei der Firma Cisco wurden die Risiken für jugendliche Nutzer im Umgang mit Facebook behandelt und Ratschläge gegeben, wie man sie vermeiden kann. Auch stellte die Firma Cisco die kostenlosen Kurs-angebote ihrer Networking Academies vor, die es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, bereits wäh-rend der Schulzeit global anerkannte Zertifikate im Bereich Networking zu erwerben. Cisco möchte hiermit jungen interessierten Menschen möglichst frühzeitig die Möglichkeit geben, erste speziellere und vor allem praxisrelevante Qualifikationen für Berufe der ITK-Branche (Informations- und Kommunikations-technologien) zu erlangen.
Beim Besuch der Bundesdruckerei gab es eine Druckereiführung. Daneben konnte man viel über die Nutzung von ID-Karten und Personalausweisen im Alltag erfahren, ebenso über Maßnahmen gegen Fälscherei und über Methoden, eine solche zu erkennen. Kurz gesagt: Fälschen lohnt nicht.
Beim Workshop im Zentrum für zerstörungsfreie Werkstoffprüfung lernten die Teilnehmer vieles über Theorie und Praxis von Magnetpulverprüfung, Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen. Auch die Eindring-prüfung war Thema. Dabei wird spezielle Farbe auf das Material gegeben und durch Wanderung des Farbstoffs Fehler im Material aufgedeckt. Spannend waren die Sichtprüfungen, eine endoskopische Prüfungs-möglichkeit von Behältern und Röhren. Einige der Tests konnten die Teilnehmer selbst durchführen. Insgesamt wurde vieles über Materialaufbau und Entstehen von Fehlern gelernt.
Bei einem Workshop im Hasso-Plattner-Institut in Pots-dam ging es darum, das Modellieren nebenläufiger Prozesse (paralleler Prozesse) kennenzulernen. Es wurde die Modellierungsmethode von Petri-Netzen angewendet. Dies war auch für Schüler ohne Informatikkenntnisse überaus spannend. Man konnte auch die Studienbedingungen am Hasso-Plattner-Institut kennenlernen und etwas über die beruflichen Möglich-keiten der Absolventen im Bereich der Software-entwicklung erfahren.
In der Außenstelle des DESY (Deutsches Elektronen-Synchroton, Hamburg) in Zeuthen gab es einen Work-shop zur Messung von kosmischer Strahlung. Mit dem Szintillationszählerexperiment konnten die Teilnehmer die kosmischen Teilchen selbst detektieren. Informa-tionen hierüber gibt es im Netzwerk Teilchenwelt: www.teilchenwelt.de. Spannende Vorträge über die Strahlungsquellen im Universum und die Möglichkeiten sie zu untersuchen sowie über das Leben der Wissen-schaftler im antarktischen Winter zogen die Teilnehmer in den Bann. Sehr beeindruckend waren die Schilde-rungen vom halbjährigen Winter, der nicht nur durch die Dunkelheit zu einem echten Abenteuer wird, sondern auch durch die Tatsache, dass es keinerlei Möglichkeiten gibt, dieser Kältezone mit Temperaturen bis –80°C zu entkommen. Vorausschauendes Planen gehört zum Überleben in der Kältewüste dieser Welt. Dass ein ein-jähriger Aufenthalt für das IceCube-Experiment große Reize hat, das zeigte der spannende Vortrag ganz sicher.
Die MINT400-Gruppe
Chirurg für einen Tag
Linnéa Heinemann (MSS 11)
Isola del Giglio - Meeresbiologische Exkursion Herbstferien 2011
Die Reise war im letzten Jahr durch mehrere Vortreffen gut vorbereitet worden, sodass wir eigentlich eine Vor-stellung hatten, was uns erwarten würde. Wir wollten uns die Meeresbiologie im Taucherparadies durch das Kieler Institut für Marine Biologie, das auf der Insel Giglio eine Dependance betreibt, erklären lassen und studieren. In gut ausgestatteten Seminarräumen würden wir uns die Zusammenhänge des Meereslebens erarbeiten. Wir bereiteten schon vor der Reise zu ver-schiedenen Lebensräumen im und am Meer und Meeres-bewohnern einzelne Referate vor, sodass die Gruppe über umfangreiche Themengebiete informiert wurde. Diese Inhalte sollten wir später noch während der Semi-nare vertiefen.
Natürlich war die Anfahrt sehr anstrengend. Mit der Busfahrt durch die Schweiz und den Gotthardtunnel bis schließlich zum Umsteigen auf die Fähre in San Stefano vergingen schon allein 16 Stunden. Dann war noch eine kleine Inselrundfahrt bis Campese, wo wir untergebracht waren, angesagt. Die Aussicht auf das herrliche Meeres-blau und die Vorfreude, eine ganze Woche hier zu verbringen, entschädigte alle für die Nacht im Bus. Die Zimmeraufteilung in der Ferienwohnanlage hatten wir vorher schon abgesprochen, sodass die Zimmer nur noch vergeben werden mussten. Jetzt kam die Stunde der Wahrheit für die Hobbyköche und es zeigte sich, wer in der Beschränkung der kleinen Küchen die Meister waren. Wer wirklich kochen konnte, brauchte nicht abzuspülen, denn der Hunger der anderen führte zu sehr einfallsreichen Verhandlungen.
Die Tauchbasis versorgte uns mit Neoprenanzügen und Tauchausrüstungen. In der Bucht von Campese war Schnuppertauchen in Kleingruppen erlaubt. Außerdem hatten wir beim Schnorcheln, ebenfalls mit Neoprenanzügen, auch noch viel Gelegenheit, aus der grauen Theorie der Referate in die bunte Unterwasser-welt einzutauchen und zu staunen. Von Seegurken, -sternen und -igeln, Mönchsfischen, Flundern, Oktopus und alten Fördertürmen, die auch noch in der Bucht weitere Tauchziele boten, ließen wir uns faszinieren. Auch die historischen und topologischen Aspekte der Insel wurden von uns unter die Lupe genommen. Die Wanderungen zur Allumebucht und nach Castello waren zwar nur zur Erhellung der meeresbiologischen Themen durch die an Ort und Stelle gehaltenen Vorträge gedacht, aber auch ohne die Referate sehr sehenswert. Jetzt soll nur niemand glauben, dass wir dabei alles in allem und überall keinen Spaß an gar nichts hatten. Dafür sind viel zu viele Fotos aus dieser Zeit in Umlauf geraten.
Viel zu schnell vergingen die Tage und das Ende der Reise am Sonntag, dem 09.10.2011 morgens um 7 Uhr am GyGo, wäre gerne noch von den meisten Teil-nehmern hinausgeschoben worden. Aber für alle, die Geschmack gefunden haben, gibt es einen Trost: Die nächste meereskundliche Exkursion nach Isola del Giglio kommt bestimmt. Versprochen worden ist sie nämlich schon.
Viele Begleitpersonen haben sich die Verantwortung geteilt und damit die Fahrt erst ermöglicht. Wir sagen allen danke, dass es diese Woche Giglio für uns gab. Ganz besonderer Dank gilt Frau Entenmann, die seit vielen Jahren den Kontakt zum Institut unterhält und mit ihrer Erfahrung inzwischen schon eine GyGo-Tradition der Giglio-Exkursionen geschaffen hat.
Maya Braun (MSS 11)
Exkursion des MINT - Jahrgangs 9: "Woher kommt die Energie der Zukunft?"
Mit diesen und anderen Fragen rund um die Energieversorgung beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des MINT - Wahlfaches Jahrgang 9 während einer dreitägigen Exkursion.
Das erste Ziel war das Wasserkraftwerk der RWE an der Moselstaustufe Fankel. Leitwarte und Maschinenhalle wurden besichtigt. Dabei gab es viele Fragen zur Technik, zu den Arbeitsplätzen und zur Umweltproblematik. Das Kraftwerk in FAnkel produziert elektrischen Strom, mit dem rein rechnerisch 25.000 Haushalte versorgt werden können. Als Besonderheit gab es einen Spaziergang unter der Mosel hinüber auf die Schleusenseite.
Der Besuch der Morbacher Energielandschaft war der zweite Programmpunkt. Auf dem Gelände des ehemaligen Munitionslagers Rapperath/Wenigerath entwickelt die Gemeinde Morbach in Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft Nutzungsmöglichkeiten für Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien (Windkraft, Solaranlagen und Biogasanlagen). Den Schülerinnen und Schülern wurden Synergien aufgezeigt, die solche Standorte bieten: Der Strom wird ins Netz eingepseist, die Wärme wird zur Wärmeversorgung eines angeschlossenen Gewerbeparks genutzt. Die Biogasnalge ist mit einem Holzschnitzelwerk vernetzt, das seinen Rohstoff aus den umliegenden Wäldern und einer Anlage zum Bau von Blockhäusern erhält. Klar wurde auch herausgestellt, dass Strommanagement überaus komplex ist. Die Phasen hoher Stromproduktion durch Wind und Licht sind nicht deckungsgleich mit den Phasen eines hohen Verbrauchs. Deshalb müssen die Energieversorger mit ihren konventionellen Kraftwerken Vorsorge treffen.
Der dritte Anlaufpunkt in Sachen Energieversorgung war das görßte europäische Pumpspeicherkraftwerk in Vianden/Luxemburg. Hier wird keine regenerative Energie erzeugt, sondern unter Energieverlust Energie gespeichert, um die Spitzen des europäischen Stromverbrauchs zu decken. 300 Meter oberhalb des Kraftwerks wurde ein künstliches Staubecken, das Oberbecken, gebaut, dessen gespeichertes Wasser die 10 Turbinen im Bedarfsfall natreibt. Weitere Angaben zu der Anlage, die jederzeit auch privat besichtigt werden kann, finden sich unter: www.putschied.lu/html/besucher.pdf
Auf der Rückfahrt beschäftigten wir uns mit dem Vulkanismus in der Westeifel. Ein Besuch im Maarmuseum Manderscheid und eine Wanderung mit geologische r"Spruensuche" umd die Mosenberg-Vulkane brachte Einblicke in die Geologie der Eifel. Wichtige Erkenntnis: Die Eifelvulkane sind nicht erloschen, sie "schlafen" nur.
Spass muss auch sein: Der Besuch im Hochseilgarten von Vianden war für alle besonders attraktiv. Er stellte hohe Ansprüche an Schwindelfreiheit, Kraftaufwand, Geschicklichkeit und Ausdauer. An manchen Stellen musste man sich ganz schön überwinden, wie z.B. beim "Tarzansprung", bei dem von einem 8 Meter hohen Podest in ein 20 Meter entferntes Maschennetz gesprungen werden musste.
Um die Kosten der Fahrt gering zu halten, wurde auf dem Zeltplatz übernachtet und selbst gekocht. Es hat alles seine zwei Seiten. Auch Kochen, Aufräumen und Organisieren will gelernt sein. Das Grillen von Fleisch und Würstchen hat schon mal ganz gut funktioniert.
Elke Entenmann
Isola del Giglio - Meeresbiologische Exkursion Herbstferien 2008
In der ersten Woche der Herbstferien hatten einige Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 – 13 die Möglichkeit, unter anderem mit Frau Entenmann auf eine meeresbiologische Exkursion auf die Insel Giglio zu fahren. Auf der sehr kleinen, aber wunderschönen Insel vor der toskanischen Küste gibt es das Institut für Marine-Biologie Dr. Claus Valentin. Hier besuchten wir Kurse, in denen wir viel Wissenswertes und Interessantes über den Lebensraum Mittelmeer lernten. Hierzu wurde mikroskopiert und geforscht.
Um das Ganze zu vertiefen, gingen wir nicht nur nachmittags bei strahlendem Sonnenscheinschnorcheln, sondern erforschten die Unterwasserwelt auch bei Nacht in der kleinen, geschützten Hafeneinfahrt von Campese – natürlich mit Neopren und Lampen.
Neben verschiedenen lustigen und teilweise auch sehr aufregenden Wanderungen gab es ein Beach-Volleyballturnier. Die Abende haben wir mit gegrillten Fisch oder einem Essen am Strand unter dem funkelnden Sternenhimmel verbracht.
Bilder, die einen Eindruck von der Exkursion vermitteln, können auf unserer Stellwand im Treppenhaus 2. OG bzw. im Nat-Flur 2. OG betrachtet werden.
Die nächste Giglio-Exkursion ist für die Herbstferien 2011 geplant.
Voranmeldungen sind bereits jetzt bei Frau Entenmann möglich.
Nadine Bürgel (Jg. 13)
MINT - Projekte, Camps und Praktika
Dadurch dass das GyGo und die hbfis MINT-EC-Schule ist, haben die Oberstufenschüler die Möglichkeit in einem großen Angebot von MINT-Camps weitere Fähigkeiten und Kenntnisse zu erwerben, die weit über das hinausgehen, was regulärer Unterricht leisten kann.Ankündigungen:
| Datum | Camp | Ort | Veranstalter |
| 01.03.2012 | Winter School - MINT-Camp | Aachen | RWTH Aachen, Verein MINT-EC |
| 14.03.2012 | MINT-Girls-Camp | Berlin | Verein MINT-EC / Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin / Unternehmen |
| 21.03.2012 | HPI MINT-Camp | Potsdam | Hasso-Plattner-Institut Potsdam, Verein MINT-EC |
| 21.03.2012 | MINT-Camp | Regensburg | Verein MINT-EC, Goethe Gymnasium Regensburg, Hochschule Regensburg |
Berichte:
Bericht vom MINT-Camp Informatik 2010 in Trier
In der Uni wurden wir herzlich von unseren Betreuern und den Organisatoren empfangen. Anschließend folgte ein Vortrag über den Ablauf des Camps und den Beruf des Informatikers. Danach wurden wir in den gut ausgestatteten Computerraum geführt, in dem wir fortan den Großteil der Zeit wärhend unseres Aufenthaltes verbrachten. Dort folgte eine Einführung in die Programmierung mit XNA und .NET, die die Basis unserer weiteren Arbeit bildete.
In den nächsten zwei Tagen besuchten wir Vorträge zu den Themen "IT-Sciherheit und Kryptographie", "Algorithmen und Datenstrukturen" sowie "Mathematische Grundlagen zur Computergrafik". Außerdem sahen wir den Film "Weizenbaum - Rebel at Work" über den Informatikprofessor und Erfinder der modernen Chatbots Joseph Weizenbaum.
Am Abend wurde eine zweistündige Stadtführung durch Trier organisiert. Am nächsten Mittag fand ein angeleitetes Projekt zum Thema "Spieleentwicklung" statt. Die 30 Teilnehmer teilten sich in sieben Gruppen auf, die selbständig an ihren eigenen 3D-Spielen arbeiteten. Leider war der zeitliche Rahmen für diese Aufgabe sehr knapp bemessen, so dass viele Ideen gar nicht bzw. nur ansatzweise realisiert werden konnten. Bei Problemen waren die kompetenten Betreuer mit Rat und Tat zur Stelle, so dass alle Gruppen ihre Ergebnisse am letzten Tag des Camps den eingeladenen Eltern und Interessierten präsentieren konnten. Das Informatik-Camp an der Uni Trier war für die Teilnehmer sehr aufschlussreich und interessant und ist für alle IT-Begeisterten sehr zu empfehlen.
Thorben Grubert (MSS 11)
Bericht vom MINT-Camp 2009 in Trier
Der Schwerpunkt des Camps lag in den Grundlagen der Spieleprogrammierung. Dabei spielen folgende Fragen eine wichtige Rolle: Wie wird das Spiel auf dem Bildschirm darge-stellt? Inwiefern hat die Grafikkarte damit zu tun? Was muss ich bei der Programmierung von Spielen beachten? Was ist bei Multiplayer-Spielen zu beachten? Wie schaffe ich es ein Spiel so realistisch wie möglich zu gestalten?
Das MINT-Camp fand vom 20.- 23.04.09 in Trier statt. Es nahmen ca. 30 Schüler aus ganz Deutschland daran teil. Aus dem Gymnasium Mainz-Gonsenheim nahmen Max Klenk, Robert Westenberger (beide Jhrg. 11) und Ali Kalsen (Jhrg.12) daran teil.
Die Anreise nach Trier verlief ohne Probleme. Als wir am Hotel ankamen, wurden wir von den Betreuern herzlich empfangen. Nach dem Mittagessen im Hotel fuhren wir mit dem Bus zur Universität Trier. Dort angekommen stellte sich die Fachschaft Informatik vor. Anschließend gab es einen Vortrag über effiziente Algorithmen von Prof. Näher und Dr. Müller. Dabei ging es speziell um die Laufzeit von Algorithmen und deren Optimierung am Beispiel des Problem des Handlungsreisenden. Danach durften wir an einer Stadtführung durch Trier teilnehmen, die durch die Altstadt verlief. Sie war sehr lehrreich und durchaus unterhaltsam.
Am nächsten Tag ging es in der Universität weiter. Als erstes hielt Prof. Sturm einen Vortrag über die Grundlagen der Spieleprogrammierung. Dabei betonte er, wie wichtig die Grafikkarte bei der Visualisierung der Spiele ist. Deren Funktion wurde näher erläutert. Außerdem muss man bei der Programmierung darauf achten, wie sich die Simulation im Laufe der Zeit verhalten soll. Anschließend durften wir eine Einführungsvorlesung über die Geschichte der Informatik besuchen. Den Abend durften wir dann selber gestalten.
Am Mittwoch wurde der praktische Teil des Camps vertieft. Um eine Simulation zu programmieren, wurden uns die mathematischen Grundlagen (Analytische Geometrie, Matrizen) dafür beigebracht. Außerdem wurden wir in die Programmiersprache C# (C-Sharp), die von Spieleprogrammierern häufig verwendet wird, eingeführt. Es wurde uns auch ein Beispiel gezeigt. Dabei handelte es sich um ein Raumschiff, das in einer kleinen Welt flog. Danach wurden die Aufgabenstellungen zum nächsten Tag verteilt. Unsere Aufgabe bestand darin, die Steuerung des Raumschiffs zu verbessern. Später durften wir eine Einführungsvorlesung über Netzwerke von Prof. Sturm besuchen. Dabei ging es um die verschiedenen Arten von Netzwerken sowie deren physikalische Grenzen. Am Abend gab es für die Gruppe einen Vortrag über Kryptologie von Prof. Küsters, welche die sichere Übertragung von Daten behandelte.
Am letzten Tag beschäftigten wir uns hauptsächlich mit der Aufgabenstellung, welche sehr herausfordernd war. Am Ende des Camps durften wir unser Programm vor der Gruppe und ein paar Studenten vorstellen, die von den Ergebnissen der Schüler sehr beeindruckt war. Am Nachmittag haben wir uns dann von der Gruppe verabschiedet.
Abschließend kann man sagen, dass das Camp ein voller Erfolg war. Es war sehr lehrreich und nie langweilig. Die Professoren gaben sich viel Mühe, uns die komplizierten Vorgänge in der Spieleprogrammierung verständlich zu erklären. Für Schüler, die sich für Informatik interessieren oder Schüler, die gerne Computerspiele spielen, ist dieses Camp sehr empfehlenswert.
Ali KalsenStipendien für eine Woche im Deutschen Museum
Einige naturwissenschaftlich und technisch interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Gygo (eventuell auch Klasse 10) erhalten die Möglichkeit im Jahr 2009 an einem einwöchigen Kurs im Deutschen Museum teilzunehmen. Die Kurse finden während der Schulzeit oder in den Ferien statt.
Die Teilnehmer wohnen im Kerschensteiner Kolleg des Deutschen Museums, werden von einem Lehrer und dem Fachpersonal des Museums betreut. Neben Vorträgen und Führungen bleibt Zeit für selbständiges Arbeiten im Museum. Alle Stipendiaten verpflichten sich, während des Aufenthalts eine Studienarbeit mit den besonderen Mitteln des Museums anzufertigen.
Dank des Fördervereins unserer Schule, der Berdelle-Hilge-Stiftung und des Vereins zur Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts (MNU) erhalten Schüler unserer Schule Stipendien für diesen Aufenthalt.
Wer an einen Stipendium interessiert ist, der stellt bitte einen formlosen Antrag. Es können sich natürlich auch Schüler der Jahrgangsstufe 13 melden.
Elke Entenmann
Kunststoffe in der "langen Nacht der Chemie"
Mal so richtig experimentieren dürfen, ohne auf die Uhr schauen zu müssen: Das war in der "Langen NAcht der Chemie" für Schülerinnen und Schüler der Klasse 5h und des GyGo-Labs der Ganztagsschule möglich. Einige Schülerinnen und Schüler anderer Jahrgänge haben sich der Aktion noch zusätzlich angeschlossen.
Makromoleküle hieß diesmal das Thema. Ulrike Löhlein vom Ada-Lovelace-Projekt und Anja Faatz leiteten die Experimentiergruppen an. Als Besonderheit hielt spät abends Dr. Markus Klapper vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung Mainz einen spannenden Vortrag, bei dem er seine jungen Zuhöher in die gigantische Welt der Kunststoffe entführte und sie dabei auch selbst experimentieren ließ. Es gibt keinen Bereich und fast keinen Gegensatnd in unserem Alltag mehr, der nicht mit Kunststoffen zu tun hat. Ganz spezielle Materialeigenschaften sind gefordert: Für die Astronautenkleidung muss das Material extrem kältebeständig sein, für die Schutzkleidung der Arbeiter an Hochöfen extrem hitzebeständig, für Flugzeuge ist große Stabilität bei geringstem Gewicht gefordert usw.
Beim Experimentieren wurden dann elastische Siliconbänder schnell zu Trägermaterial für geheime Botschaften oder für Spickzettel umfunktioniert, geringe Mengen des Füllmaterials der Babywindeln (Superabsorber) nahmen unblaubliche Wassermengen auf und blieben immer noch fest. Weiter wurden an Grenzflächen Nylonfäden gesponnen und in einem anderen Experiment Polyurethanschäume hergestellt und - der neueste Hit - mit Polymeren, die den elektrischen Strom leiten, wurde gemalt und geschrieben und anschließend die Leitfähigkeit demonstriert. Was für die jüngeren Schüler wie Zauberei wirkte und einfach nur Spaß machte, das musste von den älteren dann in Bau- und Funktionsweise erklärt werden können. Es war eine rundum gelungene Sache.
Elke Entenmann
Unterricht