Konzeption der Oberstufe
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Zu Beginn des Schuljahres 2009/10 traten die ersten Schülerinnen und Schüler der Schule für Hochbegabtenförderung / Internationale Schule (hbf/is) in die Mainzer Studienstufe (MSS) ein. Um eine optimale Förderung hochbegabter Schülerinnen und Schüler in der gymnasialen Oberstufe zu ermöglichen, baut das Oberstufenkonzept der hbf/is auf drei Grundsätzen auf:

1. Weitgehende Integration
Da hochbegabte Schülerinnen und Schüler - wie alle anderen - im Studum, Beruf und in allen Bereichen des Lebens mit verschieden begabten Menschen interagieren werden, sollen sie im Laufe der gymnasialen Oberstufe auf einen differenzierten Umgang mit Heterogenität vorbereitet werden. Absolventinnen und Absolventen von Schulen, in denen Hochbegabte gefördert werden, heben den hohen Stellenwert der Integration in die Gemeinschaft heraus. Auch unsere Schülerinnen und Schüler sollen nicht ihre gesamte Schulzeit abgeschottet vom Regelgymnasium - und damit scheinbar von der übrigen Gesellschaft - lernen und leben. Daher ist auch das Oberstufenkonzept der hbf/is integrativ ausgerichtet, so dass alle vom gemeinsamen Lernen profitieren können.
2. Größtmögliche Wahlfreiheit
Mit aufsteigender Schullaufbahn gewinnt der Erwerb von Expertise gegenüber einer breiten Förderung in allen Fächern, wie sie in der Sekundarstufe I praktiziert wird, immer größere Bedeutung. Individuelle Begabungen und Interessen müssen zunehmend Berücksichtigung finden. Daher garantiert das Oberstufenkonzept der hbf/is den Schülerinnen und Schülern eine möglichst freie Wahl ihrer Leistungs- und Grundkurse, entsprechend dem Angebot des Otto-Schott-Gymnasiums Mainz-Gonsenheim. Alle beteiligten Personengruppen (Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte) haben sich eindeutig gegen eine eingeschränkte Wahlfreiheit ausgesprochen, die unvermeidbar wäre, wenn sämtliche Kurse der Oberstufe abgekoppelt vom Otto-Schott-Gymnasium Mainz-Gonsenheim alleine von Schülerinnen und Schülern der hbf/is belegt würden. Der Grundsatz der Wahlfreiheit harmoniert also mit dem Prinzip der Integration.
3. Anspruchsvolles Niveau
Zugleich sollen hochbegabte Schülerinnen und Schüler in einigen Bereichen auf einem Niveau gefordert und gefördert werden, das über die üblichen Anforderungen der gymnasialen Oberstufe deutlich hinausgeht. Durch besondere intellektuelle Herausforderungen in ausgewählten Kursen sollen ihre Anstrengungsbereitschaft und Lernzufriedenheit aufrechterhalten werden. Diese so genannten "Intensivkurse", in denen die hochbegabten Schülerinnen und Schüler - durch beschleunigtes und angereichertes Lernen - besondere Kompetenz erwerben, finden vom Regelgymnasium getrennt statt. Geeignete Schülerinnen und Schüler des Regelgymnasiums können sich aber auch in solche Kurse einwählen.
In der Organisation ergeben sich dadurch zwei Schwerpunkte:

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